Menschen mit Behinderungen sind in besonderem Maße von verschiedenen Formen von Gewalt betroffen. Das Risiko, körperliche, psychische oder strukturelle Gewalt zu erleben, ist für Menschen mit Behinderungen zwei- bis viermal höher als für Menschen ohne Behinderungen.
Der Landesbehindertenbeirat Brandenburg (LBB) widmet sich daher auf seiner behindertenpolitischen Konferenz 2025 dem Thema: „Gewaltschutz inklusiv denken: Gewalt an Menschen mit Behinderungen erkennen, sichtbar machen, verhindern“.
Am 25. September 2025 kommen in Potsdam Akteurinnen und Akteure aus der Politik, Verwaltung, Fachpraxis und Selbstvertretung interdisziplinär zusammen.
Programmablauf:
- In einem theoretischen Exkurs sollen die unterschiedlichen Perspektiven von Gewalt veranschaulicht werden, die juristische Definition von Gewalt weicht ja doch recht stark bspw. von der sozialen Gewaltdefinition ab.
- In einem praktischen Exkurs soll uns die offizielle Gewaltstatistik (ggü. Menschen mit Behinderungen und allgemein) für das Land Brandenburg erläutert werden, auch die solchen Statistiken zugrundeliegende Definition des Begriffs „Behinderung“.
- Darstellung aus Sicht der Opfer.
Am Nachmittag finden drei verschiedene Workshops statt:
- Gewalt in Einrichtungen (Werkstätten, Wohneinrichtungen etc.)
- Gewalt außerhalb von Einrichtungen (denkbar wäre je nach Diskussionsverlauf bei der Pflege zuhause, im ÖPNV, im Krankenhaus o.ä.) sowie
- die Perspektive der Opfer.
25. September, 10 – 16 Uhr Behindertenpolitische Konferenz 2025 des Landesbehindertenbeirates Brandenburg, Thema: "Gewalt an Menschen mit Behinderungen erkennen, sichtbar machen, verhindern“.
Ort: in den Räumen des KVBB (Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg KdöR) Potsdam, Pappelallee 5, 14469 Potsdam.
Anfahrt: von Potsdam Hauptbahnhof mit der Tram 92 bis Potsdam-Kirschallee, dann 290 Meter zu Fuß bis Potsdam-Bornstedt (Fahrzeit Gesamt 21 Minuten).
Die Anmeldung läuft über ein Anmeldeformular auf der Webseite des LBB.