Vor 81 Jahren endete dort nicht das Leid, aber das Morden in den Gaskammern – die Befreiung machte das ganze Ausmaß der nationalsozialistischen Verbrechen für die Welt sichtbar. Dieser Tag mahnt uns bis heute: Die Würde jedes einzelnen Menschen ist unantastbar, Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus dürfen niemals hingenommen werden.
Der 27. Januar wird in Deutschland seit 1996 als „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ begangen, ausgerufen vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog. Seit 2005 ist er zudem der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust der Vereinten Nationen.
Als Sozialverband Deutschland (SoVD) gedenken wir an diesem Tag der Millionen Menschen, die entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden – und wir stehen an der Seite der Überlebenden und ihrer Familien. Erinnerung ist für uns nicht nur Rückblick, sondern ein klarer Auftrag für die Gegenwart: Wir treten entschieden ein gegen Antisemitismus, Rassismus, Antiziganismus, Ableismus und jede Form von Hass und Hetze.
Gedenken heißt für uns auch, unsere demokratische, vielfältige und inklusive Gesellschaft aktiv zu schützen. Als SoVD Berlin-Brandenburg setzen wir uns jeden Tag für ein solidarisches Miteinander, für Teilhabe und gleiche Rechte aller Menschen ein – damit „Nie wieder“ mehr ist als eine historische Lehre, nämlich konkrete gesellschaftliche Praxis.
