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SoVD: Bessere Verfügbarkeit von Inklusionstaxis und barrierefreie Mobilität gefordert

Aktuelles

Die Sitzung des Ausschußes für Mobilität und Verkehr fand im Dezember im Berliner Abgeordnetenhaus statt. Der SoVD Landesverband Berlin-Brandenburg wurde durch Armin Dötsch, Landesvorstandssprecher, vertreten.

Diskutiert wurde, wie Beförderungsdienste als Ergänzung zum ÖPNV einen barrierefreien Verkehr ermöglichen können. Ein Schwerpunkt lag auf den Inklusionstaxis. Menschen mit Behinderungen haben dieselben Mobilitätsbedürfnisse und Rechte wie alle anderen. Jedoch ist es für Nutzer*innen von größeren Rollstühlen technisch nicht möglich ist, sich einfach in ein Taxi zu setzen und zum Ziel fahren zu lassen. Daher wurde vor einigen Jahren das Projekt Inklusionstaxi ins Leben gerufen, um die Taxiflotte in Berlin mit Inklusionsfahrzeugen zu stärken. 

Durch gezielte finanzielle Förderung wurde das Inklusionstaxi massiv gestärkt; auch wurde die Flotte mit der Elektrifizierung verknüpft, so das sich Taxigewerbe inklusiv und gleichzeitig CO2-neutral für die Zukunft aufstellen kann. Aktuell befinden sich circa 146 barrierefreie Fahrzeuge auf den Straßen Berlins. Die Zahl ändert sich ständig durch Neuanschaffungen und Umrüstungen. 

Trotzdem ist die Verfügbarkeit von Inklusionstaxis nach wie vor kritisch. Im Stadtgebiet fehlen viele von Ihnen, weil sie aufgrund der Vorfahrtsregelung übermäßig am Flughafen BER eingesetzt werden. Immer noch müssen Berechtigte in Berlin mehrere Tage vor der Fahrt eine lange Liste an Taxiunternehmen abtelefonieren. 

Der SoVD fordert dringend eine zentrale Hotline für Inklusionstaxis, um die derzeitige umständliche Buchung über zahlreiche Taxiunternehmen zu ersetzen. Das ist besonders wichtig für Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung den ÖPNV nicht nutzen können.

Armin Dötsch berichtete über Erfahrungen die Menschen mit Mobilitätseinschränkungen mit den Inklusionstaxis gemacht haben und lobte den Ausbau des Bestandes. Jedoch forderte er eine bessere Verfügbarkeit von Inklusionstaxis und barrierefreie Mobilität. Er kritisierte auch, dass die UN-Behindertenrechtskonventionen noch immer nicht umgesetzt wurde. 

Daher muß an allen notwendigen Stellschrauben gedreht werden, um das Inklusionstaxi in Berlin wirklich zu einem Erfolgsmodell zu führen. Das ursprüngliche Ziel von ca. 250 Fahrzeugen und der Vermittlung über die Taxizentrale ist realistisch und kann durch eine gemeinsame Anstrengung erreicht werden!