Verglichen mit 2024, als der Unterschied noch bei 18 Prozent lag, zeigt sich ein kleiner Fortschritt – aber echte Gleichstellung ist noch weit entfernt.
Die Gründe für die Lohnlücke sind vielfältig: Viele Frauen arbeiten in schlecht bezahlten Berufen und sind seltener in Führungspositionen vertreten. Vor allem diskriminierende Strukturen sind das Problem. Einige Arbeitgeber bewerten die Arbeit von Frauen geringer oder rechnen pauschal mit familienbedingten Auszeiten, mit Folgen für Einstellung, Beförderung und Bezahlung.
Der Sozialverband Deutschland fordert vehement, dass Frauen und Männer gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit erhalten. Dieses Ziel verfolgt auch die Entgelttransparenzrichtlinie der EU, die bis Juni 2026 in nationales Recht umgesetzt werden muss. Die Richtlinie ermöglicht es Beschäftigten, Auskunft über die Entgeltstrukturen in ihrem Unternehmen zu verlangen und Lohndiskriminierung aufzudecken.
Mit den Aktionen zum Equal-Pay-Day soll die Debatte über die Gründe der Entgeltunterschiede in Deutschland in die Öffentlichkeit getragen werden. Der Sozialverband Deutschland engagiert sich schon über lange Zeit für das Thema Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit in allen Bereichen des Lebens und für Fairness bei der Bezahlung.
Der Landesverband Berlin-Brandenburg beteiligte sich auch in diesem Jahr aktiv an den bundesweiten Initiativen. Viele Ehrenamtliche unterstützten die Protestaktion am Berliner Hauptbahnhof. Anschließend ging es – ganz im Sinne des Mottos – „um die Wurst“. In der Landesgeschäftsstelle verteilten Grillmeister*innen Bratwürste an die Gäste. Als Zeichen gegen Lohndiskriminierung gab es für die Männer symbolisch nur die halbe Wurst und für Frauen die Ganze.
Gemeinsam mit dem SoVD ein starkes Zeichen für die Gleichbehandlung aller Geschlechter in der Arbeitswelt setzen ist Teil dieser wichtigen Aktion.





