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SoVD Engagement in Eisenhüttenstadt

Verbandsleben

Die Einweihung einer orangenen Bank als Zeichen des Schutzes ist eine Aktion im Rahmen der globalen UN-Kampgane „Orange the World, die auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam macht. Mittlerweile haben sich auch überall in Deutschland, so auch in Brandenburg, Verbände und Gruppen dieser Kampagne angeschlossen.

Auf dem Bahnhofsvorplatz in Eisenhüttenstadt wurde Anfang Dezember mittlerweile die dritte orangene Bank im Stadtgebiet feierlich eingeweiht. Sie ist ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt und steht symbolisch für Schutz, Solidarität und Unterstützung für Betroffene.                                 

Der Verein Frauen für Frauen e. V. hat diese Aktion initiiert, um das Thema Gewalt gegen Frauen und Kinder stärker in den öffentlichen Raum zu tragen und ist dabei Teil eines regionalen Bündnisses. 

Der Obdachlosen-Wohnhilfeverein hat alle drei Bänke recycelt, aufgewertet und montiert. Im Beisein verschiedener engagierter Akteur*innen aus der Stadtgesellschaft, Politik und sozialen Initiativen wie auch dem Sozialverband Deutschland Landesverband Berlin-Brandenburg, fand die Einweihung statt.

Christoph Kröber, Sozialberater, der in Eisenhüttenstadt den SoVD vertritt, sagt: "Die orangefarbene Bank soll ein Ort des Innehaltens sein". Gewalt gegen Frauen ist eine Menschenrechtsverletzung und darf keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Wir sind solidarisch! 

Über einen angebrachten QR-Code werden Hilfs- und Unterstützungsangebote zugänglich gemacht, die Betroffenen Mut machen sollen, Hilfe anzunehmen. Eisenhüttenstadt verfügt über ein Frauenhaus, dass nicht nur eine sichere Unterkunft, sondern auch Beratung und Begleitung auf dem Weg in ein gewaltfreies Leben, bei der Neuorientierung und der Organisation der dafür erforderlichen Schritte anbietet. Darüber hinaus können Frauen aus Eisenhüttenstadt und dem Landkreis Oder-Spree auch externe Beratungen bekommen.

SoVD: Erfolgreiche Petition in Eisenhüttenstadt

Christoph Kröber ist ein sehr engagiertes SoVD-Mitglied und vertritt in Eisenhüttenstatt die Interessen des Sozialverbandes. Vor geraumer Zeit hatte er in Eisenhüttenstadt eine Petition zum Erhalt des Fahrkartenverkaufs am dortigen Bahnhof gestartet, denn der personell besetzte Fahrkartenschalter sollte abgeschafft werden. 

Christoph Kröber, der als Eisenhüttenstädter Bürger selbst unter einer extrem schlechten Internetversorgung leidet, wurde deshalb zum Sprachrohr für alle Bürger*innen, die keinen Zugang zu Onlinediensten bzw. digitalen Geräten haben, um ihre Tickets über das Internet zu buchen. Jetzt hatte seine Petition nach fast 3 Jahren endlich Erfolg im Zusammenwirken mit seiner Tätigkeit im Kreisbehindertenbeirat des Landkreises Oder-Spree.

Ab Juli 2026 soll der Fahrkartenverkauf am Bahnhof Eisenhüttenstadt wieder an 5 Tagen in der Woche geöffnet sein sowie auch der Bahnhof Fürstenwalde (Spree). Der Bahnhof Fürstenwalde (Spree) ist der Bahnhof der brandenburgischen Stadt Fürstenwalde/Spree.

Der Bahnhof Eisenhüttenstadt, ehemals Fürstenberg, ist der einzige Bahnhof der Stadt Eisenhüttenstadt und liegt an der Bahnstrecke Berlin–Guben. Bahnhofsdienstgebäude und Wartesaal sind denkmalgeschützt. Der Bahnhof wurde 2022 täglich von rund 2000 Reisenden genutzt.

Info: Das Bahnhofsgebäude wurde vollständig erneuert und ist nun ein barrierefreier, zeitgemäßer Verkehrsknotenpunkt. Bahnsteig und Bahnsteigdach wurden von Grund auf neu errichtet, eine neue Personenunterführung verbindet nördlich, im Anschluss an das ehemalige Empfangsgebäude, den schon bestehenden Park- and Ride-Platz in der Eisenbahnstraße mit dem Bahnsteig. Über zwei Aufzüge ist der Bahnsteig barrierefrei zu erreichen. Davon profitieren insbesondere Fahrgäste mit Mobilitätseinschränkungen, Reisende mit viel Gepäck, Kinderwagen oder Fahrrädern. Auch das Wege- und Blindenleitsystem am Bahnhof hat die DB erneuert.