Für sie geht es nicht nur darum, irgendeine Wohnung zu finden, sondern überhaupt noch eine Chance auf ein sicheres Zuhause zu haben. Nicht nur, dass sich viele Menschen bezahlbaren Wohnraum einfach nicht mehr leisten können, kommt auch noch die Angst von Verdrängung aus dem sozialen Umfeld und dem eigenen Kiez dazu.
Wohnen ist nicht einfach Privatsache, sondern ein Grundbedürfnis
Immer mehr Sozialwohnungen falle weg, für viele Menschen bedeutet das, dass sie einen immer größeren Teil ihres Einkommens für die Miete ausgeben müssen. Am Ende bleibt dann weniger Geld für alles andere: für Lebensmittel, Kleidung, Gesundheit oder einfach für eine Teilhabe am normalen Leben.
Für die Mitglieder des Sozialverbands Deutschland steht fest, dass Wohnen nicht einfach nur Privatsache ist. Wenn Menschen sich Sorgen machen müssen, ob sie ihre Wohnung behalten können oder ob sie überhaupt noch etwas finden, dann ist das eine soziale Frage. Und zwar eine, die die Politik endlich ernster nehmen muss.
Verdrängung aus dem sozialen Umfeld aufhalten
Wer auf Unterstützung angewiesen ist, eine größere Familie hat oder eine barrierefreie Wohnung braucht, steht oft fast chancenlos da. Auch ältere Menschen haben oft Angst, aus ihrem gewohnten Umfeld verdrängt zu werden. Das ist nicht nur ein Wohnungsproblem, sondern auch ein Problem für den sozialen Zusammenhalt in der Stadt.
Gerade für die Mitglieder des Sozialverbands Deutschland ist das ein wichtiges Thema. Berlin braucht mehr sozialen Wohnungsbau und mehr Wohnungen, die dauerhaft bezahlbar bleiben. Es reicht nicht, immer nur über Neubau zu sprechen, wenn am Ende trotzdem viele Menschen ausgeschlossen werden. Wichtig ist auch, dass Mieterinnen und Mieter besser vor Verdrängung geschützt werden und dass barrierefreier Wohnraum stärker mitgedacht wird. betont “Deshalb braucht es eine Wohnungspolitik, die sich nicht nur am Markt orientiert, sondern an den Menschen”, betont Armin Dötsch, Vorstandsprecher SoVD Landesverband Berlin-Brandenburg.
