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EU-Protesttag: Groß-Demo in Berlin für mehr Inklusion

Aktuelles

Anläßich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen demonstrierten gestern am 5. Mai tausende Menschen - die Veranstalter sprachen von bis zu 4.500 Teilnehmer*innen- für mehr Inklusion!

Auch 18 Jahre nach Inkrafttreten der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen und vieler nationaler Gesetze und Richtlinien sind Menschen mit Behinderungen von einer uneingeschränkten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben noch immer weit entfernt.

„Insbesondere Menschen mit komplexen Behinderungen werden in vielen Lebensbereichen nicht ausreichend berücksichtigt – sei es in der Bildung, auf dem Arbeitsmarkt, in der Gesundheitsversorgung oder bei politischen Entscheidungsprozessen" sagt Dominik Peter, Vorstandsvorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin.

Armin Dötsch, Sprecher des SoVD-Landesverbandes Berlin-Brandenburg, ergänzt: „Menschen mit Behinderungen sind nicht ‚schwer vermittelbar‘ – schwer vermittelbar sind unsere Strukturen.

„Wir fordern barrierefreien Wohnraum – und zwar konsequent und bezahlbar! Es reicht nicht, Barrierefreiheit nur auf dem Papier zu versprechen. Menschen mit Behinderungen brauchen Wohnungen, die ihren Anforderungen entsprechen und die sie sich auch leisten können", erklärt Henrike Weber, Sozialpolitische Referentin des Sozialverbands VdK Berlin-Brandenburg.

Aufgerufen zu dem Protest hatte ein breites Bündnis: der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland e.V., der Berliner Behindertenverband e.V., das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter e.V. (Bifos), der Bundesverband für Selbsthilfe Körperbehinderter e.V., die Fürst Donnersmarck-Stiftung, der Landessportbund Berlin e.V., die Lebenshilfe Berlin e.V., der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin e.V., der SoVD-Landesverband Berlin-Brandenburg e.V., die Sozialhelden e.V. und der Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg e.V.