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SoVD-Tagesausflug mit Mitgliedern und Interessierten nach Brandenburg an der Havel

Verbandsleben

Gemeinsam fuhren die Teilnehmer*innen des ersten SoVD-Tagesausfluges in diesem Jahr am 4. März mit dem Regionalzug nach Brandenburg an der Havel; ein Linienbus brachte alle zum Industriemuseum.

In dem Museum befindet sich nicht nur der letzte Siemens-Martin-Schmelzofen Europas im Stahl-und Walzwerk, im einst größten Stahlwerk der DDR, wo der Schrott aus der DDR und dem gesamten Ostblock geschmolzen und gewalzt wurde. Neben den Hochöfen gab es auch Kräne, Werkstätten und Lokomotiven. Der Schmelzofen ist der Kern der Ausstellung.

Der Museumsführer erklärte sehr informativ und kurzweilig die Abläufe des Schmelzens von Altmetall. Nach der Wende waren die Siemens-Martin-Öfen nicht mehr wettbewerbsfähig, in Westeuropa wurden sie schon seit den 1960er Jahren ausgemustert und so nach und nach wurden die Siemens-Martin-Öfen abgestellt, im Dezember 1993 gab es den letzten Abstich, die Zeit der Siemens-Martin-Öfen war damit endgültig beendet.

In dem Museum befindet sich auch die Brennabor-Ausstellung mit historischen Fahrzeugen und Kinderwagen. Brennabor war in den 1920er Jahren zeitweise die größte Automobilfabrik Deutschlands. Ferner gibt es im Museum DDR Wohnungseinrichtungen zu sehen, die aus Sperrmüllsammlungen zusammengetragen wurden. 

In dem Industriekomplex ist das Brandenburger Elektrostahlwerk GmbH in Betrieb, es wurde 1992 von der italienischen Riva-Gruppe gekauft und gründlich modernisiert wurde und liefert Baustahl.

Nach der Führung durch das Stahlwerk und den Besuch des Museumshops stärkte sich die Reisegruppe im Stadtkern von Brandenburg an der Havel in einem Restaurant, um dann noch einen kleinen Stadtbummel zu unternehmen. Nach dem ereignisreichen Tag ging es mit Tram und Regio zurück nach Berlin.