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Zum Hitzeaktionstag: SoVD Berlin-Brandenburg fordert mehr Schutz für besonders gefährdete Menschen

Pressemeldung

Anlässlich des bundesweiten Hitzeaktionstags fordert der SoVD Berlin-Brandenburg verbindliche und sozial gerechte Hitzeschutzmaßnahmen in Berlin und Brandenburg.

Hitzewellen stellen für alle Menschen einen Ausnahmezustand und eine Bedrohung dar. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder geringem Einkommen sowie wohnungslose Menschen.

Viele Hitzeschutzmaßnahmen befinden sich noch im Aufbau. Andere sind regional ungleich verteilt oder es fehlt an Umsetzungswillen. Der Bedarf ist jedoch groß - Berlin und Brandenburg stehen beim Vorkommen von Hitzetagen bundesweit an der Spitze.

Die Risiken zeigen sich regional unterschiedlich: In Berlin sorgen dichte Bebauung, hohe Versiegelung und fehlende Grünflächen für extreme Aufheizung. Zustände, die auch in einigen Städten Brandenburgs auftreten. Im ländlichen Raum verschärfen große Entfernungen, eine geringere Dichte an Hilfsangeboten und schwer erreichbare Gesundheitsversorgung die Folgen extremer Hitze.

„Hitzewellen sind längst nicht mehr nur ein Umwelt- oder Gesundheitsproblem, sondern auch ein soziales Thema“, erklärt der SoVD Berlin-Brandenburg. „Wer wenig Geld hat oder körperlich hitzeempfindlicher ist, kann sich oft nicht ausreichend schützen.“

Der SoVD Berlin-Brandenburg fordert daher:

  • Die flächendeckende Einführung und konsequente Umsetzung kommunaler Hitzeaktionspläne.
  • Bessere bauliche Standards zum Schutz vor Überhitzung im Wohnbestand,
  • Gezielte Unterstützungsangebote für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen
  • Niedrigschwellige Hilfen wie Trinkwasserstellen, kühle Aufenthaltsorte und aufsuchende Unterstützung.
  • Zusammendenken von Gesundheits-, Sozial- und Klimapolitik beim Hitzeschutz.

    Aufklärung und individuelle Vorsorge bleiben wichtig. Doch Hitzeschutz darf nicht als Privatsache gelten. Er ist auch eine öffentliche und soziale Verantwortung – und damit Teil der Daseinsvorsorge.

    Der Sozialverband Deutschland (SoVD) Berlin-Brandenburg ist eine starke Gemeinschaft mit rund 10.000 Mitgliedern aus beiden Bundesländern. Unabhängig von parteipolitischen und weltanschaulichen Interessen ist der SoVD generationsübergreifend für alle Menschen offen und setzt sich für die Rechte sozial benachteiligter Menschen ein.

    SoVD Sozialverband Deutschland Landesverband Berlin-Brandenburg e. V. Kurfürstenstraße 131, 10785 Berlin, Ansprechperson: Armin Dötsch (Sprecher des Landesvorstandes) Tel.: mobil: 0171 1251999, E-Mail: doetsch@sovd-bbg.de, Website: www.sovd-bbg.de.