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Berliner Sozialgipfel übergibt konkrete Forderungen für eine sozial gerechte Wohnungspolitik an Spitzenkandidat*innen

Aktuelles

Am Donnerstag, den 10. September 2026, hat das Bündnis Berliner Sozialgipfel seine Forderungen für eine sozial gerechte Wohnungspolitik vor dem Abgeordnetenhaus an die Spitzenkandidat*innen zur Abgeordnetenhauswahl übergeben.

Nach einer mehrmonatigen Online-Kampagne war es den sechs Bündnispartnern wichtig, ihre konkreten Lösungsvorschläge direkt an diejenigen heranzutragen, die nach der Wahl politische Verantwortung für Berlin übernehmen wollen. Denn die Wohnungsfrage betrifft soziale Sicherheit und Teilhabe ebenso wie die soziale Infrastruktur der Stadt. 

Die Geschäftsführenden, bzw. Vorsitzenden der sechs Bündnispartner ordnen ein, wo die Folgen der angespannten Wohnsituation besonders deutlich werden und welche politischen Veränderungen jetzt notwendig sind.

Armin Dötsch, Sprecher des Landesvorstandes SoVD Berlin-Brandenburg: "Die Wohnungskrise hat viele Gesichter: Es fehlen bezahlbare und barrierefreie Wohnungen. Dazu kommen illusorisch niedrige Mietgrenzen der Sozialämter und Jobcenter. Wir brauchen eine Wende: mehr sozialen Wohnungsbau, eine Reform der AV-Wohnen und eine Umbauwelle für Barrierefreiheit. Das ist unverzichtbar für eine Stadt, die zusammenhält und in der selbstbestimmtes Wohnen kein Luxus ist."

Oliver Bürgel, Landesgeschäftsführer der Berliner AWO: „Die Wohnungsfrage wird eine der zentralen Aufgaben der nächsten Landesregierung sein. Dabei wird es nicht die eine große Lösung geben, sondern viele kluge und vielfältige Maßnahmen. Wohnungspolitik ist Zukunftspolitik: Es braucht kurzfristige Entlastungen, Politik muss aber heute die Entscheidungen treffen, die den Berliner Wohnungsmarkt mittel- und langfristig strukturell verbessern.“

Wibke Werner, Geschäftsführerin Berliner Mieterverein: „Wir können noch lange auf ausreichenden Neubau bezahlbarer Wohnungen warten. Um der Berliner Mietenkrise zu begegnen, müssen die noch erschwinglichen Wohnungen im Bestand geschützt werden. Daher ist die möblierte Kurzzeitvermietung rapide einzuschränken. Außerdem ist auch die private Wohnungswirtschaft über eine Sozialwohnungsquote für die Bereitstellung von Sozialwohnungen in die Verantwortung zu nehmen.“

Katja Karger, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Berlin-Brandenburg: „Berlin braucht mehr Wohnungen, die dauerhaft dem Renditedruck entzogen sind. Wir brauchen mehr bezahlbaren Neubau von starken landeseigenen Wohnungsunternehmen und Genossenschaften. Auch die Berliner Wirtschaft muss sich für Wohnungen für ihre Beschäftigten einsetzen. Gemeinwohl geht über Profitinteressen.“

Henrike Weber, Sozialpolitische Referentin, Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg: "Barrierefreier Wohnraum ist noch immer Mangelwahre! Er ist als Existenzgrundlage für ein selbstbestimmtes Leben unerlässlich. Daher gilt: Für Inklusion jetzt, heißt barrierefreier Wohnraum jetzt!"  

Susanne Buss, Vorstandsvorsitzende der Volkssolidarität Berlin: „Wenn die Unterbringung Wohnungsloser in die Hände sozialer Träger gelegt wird, beendet das die aktuelle Wucherwirtschaft. Wir arbeiten aus Überzeugung mit Menschen, die Hilfe brauchen. Das tun wir ausdrücklich auch gerne in Hausgemeinschaften mit anderen sozialen Anbietern. Gemeinsam können wir noch stärker für die Menschen in dieser Stadt da sein.