Besonders gravierend ist, dass in Berlin jedes vierte Kind von Armut betroffen ist. Das führt bereits im Kindesalter zu Einschränkungen der sozialen Teilhabe. Betroffene Kinder erleiden häufig Scham und Vereinsamung, weil sie an vielen Aktivitäten mit Freunden, etwa dem Sommerbadbesuch, nicht teilnehmen können.
Kinderarmut ist nicht nur ein unerträglicher sozialer Missstand, sondern auch ein gewaltiges Zukunftsproblem. Diverse Studien zeigen, dass die Auswirkungen von Kinderarmut auf spätere Bildungs- und Erwerbsbiographien verheerend sind.
Der beigefügte Berliner Sozialbericht 2025 wurde gerade veröffentlicht. Zentrale Ergebnisse aus Sicht des SoVD-Landesverband Berlin-Brandenburg sind unter anderem:
- Armut weit verbreitet: Jede fünfte erwachsene Person und sogar jedes vierte Kind armutsgefährdet.
- Mietbelastung hoch: Jede fünfte Person ist mit Wohnkosten überlastet.
- Mehr Menschen ohne Schulabschluss: 7,4 % der Bevölkerung haben keinen allgemeinbildenden Schulabschluss.
- Einsamkeit kein Randphänomen: Jede vierte Person in Berlin fühlt sich einsam.
- Hohe Ungleichheit innerhalb von Berlin: Unterschiede in Hinsicht auf Wohlstand sind sehr ausgeprägt. Das gilt auch für die Umweltbelastung vor Ort.
- Wohnungslosigkeit auf dem Vormarsch: Allein die Wohnungslosen, die untergebracht sind, machen über 1 Prozent der Bevölkerung aus. Dazu kommen Wohnungslose, die nicht erfasst sind, und viele obdachlose Menschen, die nicht untergebracht werden.

