„Die Berlin-Wahl 2026 entscheidet mit darüber, ob unsere Stadt sozialer, gerechter und inklusiver wird. Wir erwarten von allen demokratischen Parteien klare Antworten auf die drängenden sozialen Fragen dieser Stadt“, erklärt Armin Dötsch, Sprecher des Landesvorstandes des SoVD Berlin-Brandenburg. „Wer künftig Verantwortung für Berlin übernehmen will, muss zeigen, wie armutsfeste soziale Sicherung, barrierefreier Wohnraum, verlässliche Pflege und echte Teilhabe umgesetzt werden.“
Der SoVD Landesverband Berlin-Brandenburg betont, dass Sozialpolitik nicht erst dann beginnt, wenn Menschen bereits in Krisen geraten sind. Berlin braucht eine vorausschauende Politik, die Armut verhindert, Teilhabe ermöglicht und Menschen in schwierigen Lebenslagen nicht alleinlässt. Berlin muss eine Stadt sein, in der alle Menschen gut leben können und in der die Gesellschaft zusammenhält.
Die zentralen Forderungen des SoVD Berlin-Brandenburg im Überblick:
1. Bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum sichern
Berlin muss mindestens so viele Sozialwohnungen bauen, wie aus der Mietpreisbindung fallen – und zusätzlich 10.000 pro Jahr im preisgebundenen oder gemeinwohlorientierten
Bereich gegen die Wohnungsnot. Nötig sind außerdem wirksame Mietbegrenzungen, Schritte gegen Spekulation und verbindlich geplante, sichtbare Barrierefreiheit.
2. Schulen sozial gerecht und inklusiv stärken
Bildung darf nicht von Herkunft, Einkommen oder Förderbedarf abhängen. Berlin braucht mehr Personal, gezielte Unterstützung für belastete Kieze und verbindliche Inklusion mit barrierefreien Schulen.
3. Gute Pflege- und Gesundheitsversorgung gewährleisten
Gesundheit und Pflege müssen verlässlich, barrierefrei und menschenwürdig organisiert werden. Dazu gehören bessere Arbeitsbedingungen, ausreichend Personal und weniger Barrieren in Praxen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen.
4. Armut bekämpfen und Kindern Chancen eröffnen
Berlin muss Armut entschlossener bekämpfen, besonders bei Kindern, älteren Menschen, Alleinerziehenden und Erwerbslosen. Soziale Träger brauchen dafür Anerkennung und eine verlässliche Finanzierung.
5. Mobilität sozial und alltagstauglich gestalten
Mobilität entscheidet über Teilhabe. Der ÖPNV muss zuverlässiger, barrierefreier und bezahlbar bleiben. Zugleich braucht Berlin sichere Wege ohne E-Scooter-Barrieren für zu Fuß Gehende und Radfahrende sowie sozial gerechte Mobilitätsangebote.
6. Bevölkerungsschutz sozial ausrichten
Hitzewellen, Krisen und Notlagen treffen gefährdete Gruppen besonders hart. Berlin braucht wirksamen Hitzeschutz, barrierefreie Warnsysteme, erreichbare Schutzräume und verlässliche Hilfen im Ernstfall.
7. Inklusion konsequent umsetzen
Inklusion muss in Berlin als Querschnittsaufgabe verstanden werden. Verwaltung, Infrastruktur und soziale Leistungen müssen barrierearm gestaltet und Betroffene konsequent einbezogen werden.
8. Gleichstellung stärken und Frauen besser schützen
Berlin muss Gleichstellung, Familienförderung und Schutz vor Gewalt konsequent ausbauen. Frauen brauchen verlässliche Beratungsangebote, Schutzräume, Prävention und konsequente Ermittlungen.
Wie stehen der Regierende Bürgermeister und die Spitzenkandidat*innen zu diesen Forderungen? Diese Fragen greift der SoVD Berlin-Brandenburg in der Interviewreihe ‚Was heißt sozial, Berlin?‘ auf.
Sozialverband Deutschland (SoVD) Landesverband Berlin-Brandenburg e. V.
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) Berlin-Brandenburg ist eine starke Gemeinschaft mit rund 10.000 Mitgliedern aus beiden Bundesländern. Unabhängig von parteipolitischen und weltanschaulichen Interessen ist der SoVD generationsübergreifend für alle Menschen offen und setzt sich für die Rechte sozial benachteiligter Menschen ein.
SoVD Sozialverband Deutschland Landesverband Berlin-Brandenburg e. V. Kurfürstenstraße 131
10785 Berlin
Ansprechperson/ V.i.S.d.P.: Armin Dötsch (Sprecher des Landesvorstandes)
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