Die „Café-Regel“ zur Zeitumstellung
Wer sich nicht merken kann, in welche Richtung die Zeiger wann gedreht werden, für den gibt's unsere Straßencafé-Eselsbrücke:Im Frühling stellt der Wirt die Stühle vor das Café, im Herbst holt er sie zurück ins Haus. Sprich: Im Frühling wird die Uhr vorgestellt, im Herbst zurück.
Millionen von Armband-, Bahnhofs- und Kirchturmuhren müssen sich in der Nacht von Samstag 24. Oktober auf Sonntag 25. Oktober 2026 umstellen, dazu auch Menschen und Tiere. Dann ticken in Deutschland und in fast allen europäischen Länder die Uhren wieder nach der Winterzeit.
Bis weit ins 19. Jahrhundert richteten sich Bauern, Arbeiter und Handwerker nach Sonnenstand, Klima, Wachstumsperioden der Natur oder nach der anfallenden Arbeit. Historisch ist es somit ziemlich neu, das Uhren den Lebensrhythmus der Menschen bestimmen sowie Arbeitszeit und Freizeit definieren. Nur in Klöstern und an Adelshöfen wurden seit dem Mittelalter Sonnen-, Sand- und Wasseruhren verwendet.
Aus einer aktuellen Umfrage geht hervor, das fast jeder Dritte in Deutschland körperliche oder psychische Probleme nach einer Zeitumstellung hat. Der Wert liegt demnach auf dem Höchststand der vergangenen zehn Jahre und 77 Prozent der bundesweit rund 1.000 Befragten sind der Meinung, die Zeitumstellung sei überflüssig und solle abgeschafft werden.
