SoVD Berlin Brandenburg

#MissionInklusion – Die Zukunft beginnt mit dir“ Protesttag am 5. Mai
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Um auf die Situation von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen, veranstalten Sozialverbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe seit vielen Jahren rund um den 5. Mai überall in Deutschland Podiumsdiskussionen, Informationsgespräche, Demonstrationen und andere Aktionen. Trotz einiger Verbesserungen, nicht zuletzt im Behindertengleichstellungsgesetz und vor allem Bundesteilhabegesetz ist der Durchbruch für Inklusion noch längst nicht geschafft.

Der Sozialverband Deutschland Berlin-Brandenburg und seine Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer stehen dabei an vorderster Front.

Beim diesjährigen Protesttag, der am 5. Mai in Berlin unter dem Motto „#MissionInklusion – Die Zukunft beginnt mit dir“ statt fand, wurden besonders junge Menschen angesprochen. Unsere Zukunft hängt entscheidend davon ab, ob die Inklusion in allen Lebensbereichen gelingt. Dazu müssen auch die nach wie vor bestehenden Defizite in Betreuung und Bildung abgebaut werden. Gerade in Berlin gibt es große Defizite und Nachholbedarfe einer  Infrastruktur  bei Kitas und Schulen sowie eine ausreichende Besetzung mit den erforderlichen Betreuungs- und Lehrkräften.

Wir, der Sozialverband Deutschland richten daher den dringenden Apell an die Politik in Berlin und Brandenburg, hierfür die Voraussetzungen zu schaffen. 

Ein weiterer Skandal wurde an diesem Protesttag deutlich zum Ausdruck gebracht: Die Situation in den Werkstätten für Behinderte stehen der Verpflichtung zur Inklusion geradezu  entgegen. Es müssen endlich faire Löhne und Arbeitsbedingungen erreicht werden sowie den betroffenen jüngeren und älteren Menschen der Übergang in eine reguläre Beschäftigung innerhalb und außerhalb von Integrationsbetrieben ermöglichst werden. Auch die gesetzlichen Möglichkeiten bei der Eingliederung langzeitabeitsloser und behinderter Menschen müssen besser genutzt werden.

Eine weitere Forderung an den Gesetzgeber ist, die Schwerbehindertenquote wieder auf 6 Prozent  heraufzusetzen und die Ausgleichsabgabe für die große Mehrheit der Betriebe, spürbar zu erhöhen. Leider gibt es immer noch einen viel zu großen Teil von Unternehmen, die sich durch die Zahlung der Ausgleichsabgabe von der gesetzlichen Pflicht freikaufen, Menschen mit Behinderung einzustellen. 

Teilhabe am Arbeitsleben ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und dient nicht nur dem einzelnen, sondern der ganzen Gesellschaft. Daher setzen wir uns als Sozialverband gemeinsam mit den Behindertenverbänden für Inklusion ein ! 


 

Geschrieben von redaktion@sovd