SoVD Berlin Brandenburg

SoVD Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.

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Inklusion

SoVD Landesverband besucht Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderung

Die Berliner Werkstätten (BWB) bietet Menschen mit Behinderungen den geschützten Raum, um sich im Arbeitsleben zu erproben und die eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Arbeit ist für Menschen mit Behinderungen ein wichtiger Schlüssel für mehr Lebensqualität.

Der Sozialverband Deutschland Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. ist mit fünf Prozent an den 1962 gegründeten Berliner Werkstätten beteiligt, wie auch weitere Kapitalgeber. Der Berliner Senat hält 70 Prozent der Anteile. Die BWB produzieren seit 1962 für viele Berliner und Brandenburger Unternehmen. Über 1.600 Menschen arbeiten termingetreu und nach DIN EN ISO zertifiziert.

Für den Aufsichtsrat sind die Landesvorsitzende Ursula Engelen-Kefer und ihr Stellvertreter Joachim Krüger für die Gesellschafterversammlung nominiert. Bei Ihrem Antrittsbesuch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Pape-Wunnenberg war die Auftragsfertigung von schwierigen Reparaturarbeiten an verschiedenen Trecker Modelle besonders beeindruckend.

Protesttag am 5. Mai

Beim diesjährigen Protesttag, der am 5. Mai in Berlin unter dem Motto „#MissionInklusion – Die Zukunft beginnt mit dir“ statt fand, wurden besonders junge Menschen angesprochen. Unsere Zukunft hängt entscheidend davon ab, ob die Inklusion in allen Lebensbereichen gelingt. Dazu müssen auch die nach wie vor bestehenden Defizite in Betreuung und Bildung abgebaut werden. Gerade in Berlin gibt es große Defizite und Nachholbedarfe einer  Infrastruktur  bei Kitas und Schulen sowie eine ausreichende Besetzung mit den erforderlichen Betreuungs- und Lehrkräften.

Der Sozialverband Deutschland Berlin-Brandenburg und seine Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer stehen dabei an vorderster Front.

Ein weiterer Skandal wurde an diesem Protesttag deutlich zum Ausdruck gebracht: Die Situation in den Werkstätten für Behinderte stehen der Verpflichtung zur Inklusion geradezu  entgegen. Es müssen endlich faire Löhne und Arbeitsbedingungen erreicht werden sowie den betroffenen jüngeren und älteren Menschen der Übergang in eine reguläre Beschäftigung innerhalb und außerhalb von Integrationsbetrieben ermöglichst werden. Auch die gesetzlichen Möglichkeiten bei der Eingliederung langzeitabeitsloser und behinderter Menschen müssen besser genutzt werden.

Wir, der Sozialverband Deutschland richten daher den dringenden Apell an die Politik in Berlin und Brandenburg, hierfür die Voraussetzungen zu schaffen. 

Eine weitere Forderung an den Gesetzgeber ist, die Schwerbehindertenquote wieder auf 6 Prozent  heraufzusetzen und die Ausgleichsabgabe für die große Mehrheit der Betriebe, spürbar zu erhöhen. Leider gibt es immer noch einen viel zu großen Teil von Unternehmen, die sich durch die Zahlung der Ausgleichsabgabe von der gesetzlichen Pflicht freikaufen, Menschen mit Behinderung einzustellen. 

Teilhabe am Arbeitsleben ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und dient nicht nur dem einzelnen, sondern der ganzen Gesellschaft. Daher setzen wir uns als Sozialverband gemeinsam mit den Behindertenverbänden für Inklusion ein !