SoVD Berlin Brandenburg

Inklusion auch in Kultur und Kunst
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Als SoVD Berlin-Brandenburg setzen wir ein Zeichen für die UN- Behindertenrechtskonvention, durch die Übernahme der Wanderausstellung „Inklusion im Blick“ in unsere Landesgeschäftsstelle“ so Landesvorsitzende Ursula Engelen-Kefer. Ab Mitte Oktober bis Ende März wollen wir damit einen Kontrapunkt gegen die mannigfachen Gefährdungen der Teilhabechancen für große Teile unserer Bevölkerung setzen.

Unverständlich ist die Absage des Deutschen Bundestages für die Aufnahme dieser Wanderausstellung mit dem lapidaren Hinweis, dass sie bereits in einigen Bundesländern gezeigt wurde. Wird hier wieder einmal auf Prestige und Macht ausgerichteter Formalismus den bitteren Realitäten der nach wie vor heftigen Diskriminierungen von Menschen mit Behinderungen vorgezogen?
Für uns als SoVD ist und bleibt Leitmaßstab Art. 3, Abs.3 Grundgesetz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“. Eingeschlossen in diese Verpflichtung sind alle Lebensbereiche – und dabei auch der künstlerische und kulturelle Raum.
Nach 10 Jahren Ratifizierung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verhindern Vorurteile und Unkenntnis, dass Menschen mit Behinderungen gleichen Zugang zu Kultur und Kunst haben.

Eines der traurigen Beispiele in Berlin ist das völlig unzureichende Angebot an Rollstuhlplätzen in dem prominenten Kulturzentrum Waldbühne. Gerade in jüngerer Zeit sind verschiedene Fälle bekannt geworden, dass Menschen im Rollstuhl überhaupt nicht oder nur unter erheblichen Beschwernissen und Kosten an diesen Kulturveranstaltungen teilnehmen konnten.

„Diesen Diskriminierungen wollen wir mit der Ausstellung „Inklusion im Blick“ entgegenwirken. Vor allem wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass der Blick auf die Menschen selbst, vor allem ihre Stärken und nicht ihre Behinderung gelegt wird.“

Bildbeschreibung:

Ein Mensch sieht dem Betrachter entgegen. Die Merkmale seines Gesichts verwirren. Mann oder Frau? Unter einem Hut mit breiter Krempe blicken drei Augen, davon zwei umschattet ausdruckslos in die Ferne. Blonde Strähnen verbergen die rechte Seite des Gesichts. Üppige Lippen signalisieren Weiblichkeit. Der darüber liegende Schnurrbart verhindert die eindeutige Zuordnung. Im Hintergrund sieht man Balken und Teile eines Fensters. Ein kleiner Zweig mit grünen Blättern scheint aus einem Balken zuwachsen. Das Bild zeigt eine Mischung menschlicher Charakteristika, die Raum für Interpretationen lässt.

Künstler: Marko Berg Format: 70 x 55 cm Technik: Bild auf Leinwand Hinweis: Tastbare Kunst

Geschrieben von redaktion@sovd