SoVD Berlin Brandenburg

SoVD Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.

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Frauenpolitik

Frauen stärken Wirtschaft und Zivilgesellschaft

Überall setzen sich Frauen für Demokratie und die wirtschaftliche und soziale Entwicklung ihres Landes ein. Für Margret Urban und Mechthild Rawert, SoVD-Delegierte im LandesFrauenRat Berlin e.V., war es eine Freude, mit Frauen aus Usbekistan am 22. Juli in der SoVD-Landesgeschäftsstelle zu diskutieren.

Themen waren unter anderem die Geschichte und die Ziele des SoVD, der Generationenwandel, die Notwendigkeit existenzsichernder Renten als auch eine partnerschaftlich orientierte Familienpolitik, die Notwendigkeit von Chancengleichheit durch Bildung und Erwerbstätigkeit für alle.

Auf das nach 30 Jahren Diktatur und Isolation umfassend reformierte Bildungssystem und die zunehmend international ausgerichteten Universitäten sind die Gäste zu Recht sehr stolz, wird doch so auch die wirtschaftliche Entwicklung des zentralasiatischen Landes gestärkt.

Die Frauen des Vereins „Assoziation der Geschäftsfrauen“ aus der usbekischen Provinz Andijon sind erfolgreiche Unternehmerinnen bzw. im Gesundheitsbereich tätig. Ihr Ziel ist die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Frauen. So gründete eine der Unternehmerinnen ihr Textilunternehmen bewusst in einer strukturschwachen Gegend, um den Frauen dort Einkommen vor allem aber Zugang zu neuen Qualifikationen zu ermöglichen.   

Die von der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) organisierte Informationsreise „Frauen in der Zivilgesellschaft: Teilhabe und Beteiligung bei der Lösung der sozialen und ökonomischen Probleme“ führt die Teilnehmerinnen in Berlin und Köln mit Vertreterinnen zivilgesellschaftlicher Organisationen, verschiedener Gewerkschaften, des Handwerks, der Politik, Gleichstellungsbeauftragten und Fraueninitiativen zusammen.

Usbekistan ist seit 1991 unabhängig und seit 1997 hat die FES in Taschkent, der Hauptstadt Usbekistans, ein Büro. Angesichts der ausgeprägten polyethnischen Zusammensetzung im Land der Seidenstraßenoasen und des entstandenen krassen sozialen und materiellen Gefälles zwischen den einzelnen Gesellschaftsschichten ist es das Ziel, eine starke Zivilgesellschaft zu fördern. Dazu gehört insbesondere die Unterstützung zur besseren Teilhabe von Frauen am wirtschaftlichen und politischen Leben.

Endlich Mitglied im LandesFrauenRat Berlin e.V.

Einstimmig wurde der SoVD Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. am 17. Juni als neues Mitglied in den LandesFrauenRat (LFR) Berlin e.V. aufgenommen.

Delegierte des SoVD Berlin-Brandenburg e.V. im LandesFrauenRat sind Margret Urban, stellvertretende Vorsitzende des SoVD Kreisverbandes Berlin Ost, Beisitzerin im Ortsverband Berlin Mitte sowie Beisitzerin im Landesvorstand des SoVD Berlin-Brandenburg e.V. und Mechthild Rawert, Landesfrauensprecherin und Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstandes. Nach der Verbandsvorstellung gab es nur noch eine Frage: „Warum seid ihr denn nicht schon längst Mitglied im LandesFrauenRat ? “.

Erfreulich ist, dass sich andere LandesFrauenRats Mitgliedsverbände an unserer Veranstaltung im Rahmen der Engagementwoche vom 13. bis 22. September 2019 beteiligen wollen. Im Mittelpunkt stehen wird die Lebenswirklichkeit von Frauen 50plus.

Verbandsvorstellung beim LFR

Auf dem Foto des Beitrages sind zu sehen von links nach rechts:Dr. Christine Rabe, 2. Vorsitzende, (Frauen in der EKBO), Margret Urban, Mechthild Rawert, Dr. Christine Kurmeyer, Vorsitzende, (Soroptimist International, Club Berlin Mitte), Barbara Scheffer, Beisitzerin, (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, ASF Berlin)

Werkstatt „Frauen-Zukunft“ – „Frauensolidarität macht stark“

Frauen im SoVD wollen sich für eine partnerschaftliche Gesellschaft engagieren. Für diese bessere Welt müssen auch alle auf der Orts- und Kreisverbandsebene arbeiten. Gleichstellung muss sich als Querschnittsaufgabe in all unseren Positionierungen wiederfinden – so ein Fazit der 25 Teilnehmer*innen der ersten Werkstatt „Frauen-Zukunft“ am 1. Juni.

In der ausführlichen Vorstellungsrunde nannten die aus fast allen Berliner Kreisverbänden kommenden Frauen und Männer Beitrittsmotive und Zukunftserwartungen für den SoVD: schon die Eltern waren im Reichsbund; es ist schön, Teil einer Solidargemeinschaft zu sein, Frau kann mit anderen Schönes erleben. Einige wollen sich noch stärker engagieren, wünschen sich eine fundierte Qualifizierung für die Sozialberatung.

Die Absicht, gemeinschaftlich einen Landesgleichstellungsplan aufzustellen und mit (Halb-)Jahresthemen zu arbeiten, findet Zustimmung. Themen sollen u.a. sein: Pflege, Soziale Teilhabe und Inklusion, Gender Pension Gap, Gender Care Gap, Mehr Frauen in die Parlamente – Paritätsgesetz, Frauengesundheit / Gender-Medizin, Alter(n)sbilder. Von hohem Interesse sind aber auch Themen der Verbraucher*innenpolitik wie der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung, Vermeidung von Plastik. Wir werden überlegen, wie wir den SoVD bekannter und auch für Jüngere unterhalb des Rentenalters attraktiver machen können. Wir beabsichtigen sichtbarer zu sein für Frauen 50plus, denn „auch Omas wollen aktiv sein“. Uns ist klar, dass wir in unserem „bunten“ Berlin selbst offen für Vielfalt sein müssen. Diskutiert wird das Voranschreiten der Digitalisierung all unserer Lebenswelten und was dieses für unsere Mitgliedsfrauen bedeutet. Zur Erleichterung unserer Organisationsarbeit ist es erfreulich, dass die Zahl der Internetuser*innen höher ist als gewusst.   

Frauen im SoVD wollen mitbestimmen. Daher wurden Personalvorschläge für den Ausschuss für Frauen- und Familienpolitik als auch für den LandesFrauenRat Berlin gemacht. Ein nächstes Treffen wird im Herbst stattfinden. Ich freue mich darauf.

Landesfrauensprecherin spricht auf Mitgliederversammlung 

In der Mitgliederversammlung unseres Ortsverbandes am 11. Juni im Judith-Auer-Haus in Lichtenberg diskutierte die Landesfrauensprecherin mit den anwesenden Mitgliedern zu 100 Jahre Frauenarbeit im SoVD.

von links: Rosi Schröder, frühere Frauensprecherin des OV, Ursula Engelen-Kefer, Mechthild Rawert.

Dabei verwies sie zunächst auf die gut besuchte und lebhafte Frauenwerkstatt am 1. Juni im Landesverbandshaus. Dabei wurde für die weitere Frauenarbeit im Landesverband die gesamte Breite der Sozialpolitischen Themen angesprochen, von Rente, Pflege, Arbeitsmarktpoltik, Gesundheitsversorgung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Frauen mit Behinderungen sowie Migrations-und Fluchthintergrund.

Dies ist Herausforderung und Motivation unserer Landesfrauenarbeit nach acht Jahren Stillstand unter dem vorherigen Vorstand wieder zu beleben. Dafür brauchen wir viele Mitstreiterinnen aus den Kreis-und Ortsverbänden. 

Frauenfrühstück am 11. März 

Am 11. März fand im Restaurant „Ännchen von Tharau“ das Frauenfrühstück des KV Berlin Ost anläßlich des Internationalen Frauentages am 8. März statt. Unsere Kreisfrauensprecherin, Dr. Simone Real, hatte die Initiative für dieses Frauenfrühstück ergriffen und die Organisation übernommen. Ihr großartiger Einsatz für unsere Frauenpolitik wurde mit einem Besuch vieler Mitglieder belohnt. Erfreulich war, dass auch Männer zu unserem Frauenfrühstück gekommen waren.  Besonders begrüßen konnten  wir Bodo Feilke, Vorsitzender des Kreisverbandes Wilmerdorf-Charlottenburg sowie seine Frau Margitta Feilke als Frauensprecherin.

Wie Simone Real in ihrer Begrüßung und Einführung deutlich machte, ist 2019 ein besonders gewichtiges Jahr für die Frauenpolitik. Zum einen haben wir bereits das 100 jährige Jubiläum des Frauenwahlrechts begehen können. Zusätzlich dürfen wir 100 Jahre Frauen im SoVD feiern. Dazu wird es am 6. September eine große Veranstaltung in der Katholischen Akademie geben. Simone Real machte auf die verschiedenen gesetzlichen Verbesserungen in der Frauenpolitik aufmerksam- insbesondere zur Brückenteilzeit sowie das  „Gute Kita – und „Starke Familien Gesetz“. Darin zeigt sich auch der Erfolg  des großen Engagements der Frauen und Frauenpolitik im SoVD.

Sie machte auf die Demonstration zum Equal Pay Day am18. März ab 11 Uhr am Brandenburger Tor aufmerksam – unter besonders prominenter Beteiligung von Franziska Giffey, Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Rainer Hoffmann, Vorsitzender des DGB sowie unserer Frauensprecherin im SoVD Bund, Edda Schliepack.“

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