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Behindertenpolitische Konferenz in Potsdam
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In der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam fand auf Einladung des Behindertenbeirats die 8. Behinderten-politische Konferenz statt. Nach 10 Jahren UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland zog die Konferenz Bilanz.

In seinem vorgelesenen Grußwort hob Ministerpräsident Woidke die großen Fortschritte bei der Integration von Menschen mit unter-schiedlichster Behinderung im Land Brandenburg hervor.

Eher durchwachsen hörte sich die Bilanz der Beiratsvorsitzenden Marianne Seibert an. Für sie ist Behindertenpolitik ein Menschenrechtsthema, das noch immer starke Defizite ausweist. So wurden z.B. Sprach- und Hörbarrieren in Gerichtssälen, die überlange Verfahrensdauer beim Sozialgericht, eine mangelnde einheitliche Rechtsanwendung und der noch immer fehlende Sitz in Berlin-Brandenburger Rundfunkrat kritisiert.   

Im Rahmen einer Diskussion mit Parteienvertretern wurden die wichtigsten Probleme im Flächenland Brandenburg thematisiert: die mangelnde ärztliche Versorgung im ländlichen Raum, insbesondere mit Fachärzten und die Schwierigkeiten älterer und behinderter Menschen, Ziele außerhalb des unmittelbaren Wohnbereichs zu erreichen, angesichts eines darauf nicht ausgerichteten Nahverkehrsangebotes.

Joachim Krüger, 2. Landesvorsitzender Berlin-Brandenburg, der an der Tagung teilnahm, äußerte sich zum Thema: „Die flächendeckende Ärzteversorgung und ein leicht und zuverlässig zugängliches Mobilitätsangebot sind die Themen, die der SoVD Berlin-Brandenburg derzeit in Brandenburg aufgreift, denn nur bei überzeugenden Angeboten in beiden Bereichen kann von einer verbesserten Lebensqualität und sozialer Teilhabe für Menschen mit Behinderung als Ergebnis der UN-Behindertenrechtskonvention gesprochen werden!“ .

Geschrieben von redaktion@sovd