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Informationspanne führt zur Benachteiligung von Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind

Aktuelles Behinderung Gesundheit

Beim Impfen gegen Corona gibt es ein Problem für Menschen mit Behinderung, die im Rollstuhl zum Impfzentrum wollen. Taxis können Rollstuhlfahrer*innen nicht aufnehmen, teilweise sind die Rollstuhlfahrer*innen gar nicht in der Lage, überhaupt bis zum Taxi zu kommen.

Inklusionstaxi auf öffentlichem Platz ausgestellt

Nun ist es mit dem Impfen in Berlin insgesamt ganz gut geregelt. Über 80-Jährige haben bereits eine Einladung des Senats zum Impfen in ein Impfzentrum erhalten. Jetzt sind die über 70-Jährigen dran. Darin wird auch angeboten, dass kostenlos ein Taxi für die Fahrt zum Impfzentrum und zurück genutzt werden kann. Dazu gibt es in dem Einladungsschreiben auch eine Telefonnummer für die Vermittlung des Taxis.

Allerdings beginnt die erste Schwierigkeit damit, dass ein Termin für die Impfungen - es sind im allgemeinen zwei - in einem der Berliner Impfzentren vereinbart werden muss. Dies kann telefonisch oder online vorgenommen werden. Da viele betroffene Menschen im hohen Lebensalter ohne und mit Behinderungen keinen Zugang zum Internet  haben, bleibt ihnen nur das Telefon. Da hat es häufiger Schwierigkeiten gegeben, an die richtige Stelle durchzukommen. Dies ist jedoch inzwischen erheblich leichter geworden.

Die nächste Hürde ist die Zuweisung zu einem der großen Impfzentren in Berlin. Dies sind manchmal vom Wohnort weit entfernt. Wichtig ist die vom Senat kostenlose angebotenen Taxifahrt zum Impfzentrum; in dem Einladungsschreiben gibt es auch eine Telefonnummer für die Vermittlung. Rufen jedoch Menschen an, die im Rollstuhl befördert werden müssen, heißt es, das sie nicht mit dem „normalen“ Taxi zum Imofzentrum gebracht werden können und werden dann auf den Sonderfahrdienst verwiesen. Die Sonderfahrt muß aber längere Zeit im Vornherein gebucht werden und die Kosten für die Fahrten zu den Impfzentren und zurück muß dann auch auch selber bezahlt werden.

Es ist daher dringend erforderlich, in die Einladungsschreiben den Hinweis auf die Möglichkeit der Nutzung von Inklusionstaxen mit der Telefonnummer für die Vermittlung aufzunehmen. Diese können auch kostenlos für die Fahrten zu und von dem Impfzentren eingesetzt werden. In einem Brandbrief am 19. Januar 2021 an die Senatorinnen Kalayci und Breitenbach forderte SoVD Landesvorsitzende Ursula Engelen-Kefer den Einsatz von barrierefreien Taxis für die Beförderung älterer und behinderter Menschen zu den Impfzentren

Anschreiben Breitenbach

Anschreiben Kalayci

PM Impfzentren Inklusionstaxis