SoVD Berlin Brandenburg

Inklusions-Tandem-Tour
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Zu einer Tour der besonderen Art war der SoVD Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. eingeladen, aktiv mitzuwirken. Ein Aktionsbündnis aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, gestartet durch die Stiftung MyHndycap, hat es sich zum Ziel gemacht hat, Arbeitgeber und Jobsuchende mit Behinderung noch besser zu vernetzen.

Aktionsbündnis „ Jobs für Menschen mit Behinderung“

Das mediale Echo auf die Tour im letzten Jahr war groß und zahlreiche Menschen mit Behinderung fanden ein neues Arbeitsverhältnis. In diesem Jahr führte die Inklusions-Tandem-Tour „zum Anfassen“ durch die Stadt Berlin. Jeder vermeintliche Kraftakt wird leicht, wenn man ihn teilt und wie viel gelebte Inklusion mit jedem Schritt erreicht werden kann, sollte diese Tandem-Tour zeigen.

Deshalb waren die Teilnehmer auf E-Tandem-Tour gemischte Teams, Radler mit und ohne Behinderung, aus paralympischen Sportlern, Vertreter der Sozialversicherung, Unternehmensvertreter, den Bündnis-Botschaftern und weiteren Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

 

Ziel der Tandem-Tour waren Berliner Unternehmen, die für gelungene Arbeitsinklusion stehen: 

Gestartet wurde die Tour vor dem Scandic Hotel Berlin, ein barrierefreies Hotel mit einem hohen Anteil von Arbeitnehmern mit Behinderung.

Erste Station war die Einrichtung „discovering hands®“ , die blinde und sehbehinderte Frauen zu Medizinischen Tastuntersucherinnen  (MTUs) ausbildet, die im Rahmen der Brustkrebsfrüherkennung eingesetzt werden.

Bei der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in der Glinkastraße, wurden die Zusammenhänge der gewerblichen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen erläutert.

Am Roten Rathaus empfing die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat die Teilnehmer der Tandem-Tour und würdigte die Arbeit des  Arbeitsbündnisses “ Jobs für Menschen mit Behinderung“.

Die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Verena Bentele,  wünschte sich, dass Menschen mit Behinderung leichter in den Arbeitsmarkt kommen, aber ohne Vorurteile. Auch Verena Bentele bestieg mit ihrer Begleiterin ein Tandem zum nächsten Ziel, der BVG in der Siegfriedstraße.

Die BVG – Berliner Verkehrsbetriebe beschäftigt ca. 12 Prozent Menschen mit Behinderung und steht für barrierefreie Beförderung.

In eine ganz andere Welt führte die vorletzte Etappe: Die Firma SNT Deutschland AG arbeitet für Auftraggeber und betreibt in erster Linie ein Callcenter. „Wir stellen jeden Bewerber ein der die Voraussetzungen erfüllt, ob behindert oder nicht, ist der Wahlspruch von SNT.

Die letzte Hürde die alle Tandem- und Radfahrer überwinden mussten, führte zum Pfefferberg  in die Schönhauser Allee. Die Schankhalle-Pfefferberg, ein Integrationsunternehmen, umschließt Veranstaltungsräume, ein Theater, ein Restaurant mit Bierbrauerei. Hier sind 40 Prozent der Mitarbeiter Menschen mit Handicap. „Wir beschäftigen jeden Menschen in allen Bereichen, ob Behindert oder nicht“.

Die 2. Vorsitzende des SoVD Landesverbandes Berlin-Brandenburg e.V. , Monika Koch war begeistert von den Eindrücken der Inklusions-Tandem-Tour. „Es ist sehr wichtig, das  immer wieder solche Aktionen und Bündnisse ins Leben gerufen werden, um für Menschen mit Behinderung ein besseres, inklusives Leben zu ermöglichen.

Geschrieben von redaktion@sovd